Kindergarten Heilig Kreuz
Kindergarten Heilig Kreuz

Konzeption


Vorwort

 

Grußwort von Herrn Pfarrer Lindl

 

Liebe Eltern!


Sie haben das Kostbarste, das Sie haben – Ihre Kinder – dem Katholischen Kindergarten Heilig Kreuz in einer wichtigen Phase des Lebens anvertraut. Der Kindergarten verändert sich. Er ist nicht mehr der Kindergarten wie zu der Zeit, als Sie selbst noch ein Kindergartenkind waren. Und er wird sich auch in Zukunft weiter verändern.


Angesichts des gesellschaftlichen Wandels, dem wir alle unterworfen sind, ist es wichtig, festzuhalten und zu beschreiben, wie wir den Kindergarten heute verstehen und gestalten möchten. Ziel des Kindergartens ist ja nicht nur das „schulreife Kind“, das durch Sprachförderung, Sprachentwicklung und die Erlernung elementarer Kulturtechniken den Sprung in die Grundschule schaffen kann. Es geht uns gerade in einem katholischen Kindergarten um mehr. Wir bieten ein religiöses Profil in einer multikulturellen Gesellschaft, in dem der Kindergarten in das Leben der Pfarrgemeinde selbstverständlich mit eingebunden ist. Ein Kindergarten ist auch ein Lernort des Glaubens. Und wir möchten auch zur Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern beitragen, denn Sie sind die ersten Erzieher Ihrer Kinder vor all dem, was ein Kindergarten zu leisten vermag. Um diese Ziele zu erreichen, investieren wir viel in die Fortbildungen unserer Erzieherinnen, damit wir für die pädagogischen Herausforderungen der Gegenwart gerüstet sind. Dafür fördern wir sie, dafür setzen wir unsere Finanzen ein.


Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Kinder und deren Familien in ihren Lebenssituationen wahrzunehmen, zu begleiten und zu fördern. Deshalb wird die Pfarrgemeinde als Träger den Kindergarten in seiner Arbeit und Weiterentwicklung, wo es nur geht, unterstützen. Ich bitte deshalb auch Sie weiterhin um Ihr Engagement und Ihre Mitarbeit. Wir sind überzeugt, dass sich der Einsatz für unsere Kinder lohnt, denn Kinder sind nicht nur unsere Zukunft, wie es oftmals heißt, sondern Kinder sind bereits unsere Gegenwart.


Ihr Pfarrer
Georg Lindl

 

 

Leitziel


Leitziel unserer pädagogischen Bemühungen ist der beziehungsfähige, wertorientierte, schöpferische Mensch, der sein Leben verantwortlich gestalten und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden kann. Unsere Einrichtung ist ein Haus der Vielfalt und ein Ort vieler Nationen. Als katholische Einrichtung ist es uns besonders wichtig, den Kindern christliche Werte zu vermitteln und sie diese lebensnah erfahren zu lassen. Anderen Glaubenshaltungen begegnen wir dennoch offen und tolerant. Unsere pädagogische Arbeit soll sich an den individuellen Bedürfnissen und an den Familiensituationen orientieren. Aus diesem Grund werden wir unser Betreuungsangebot stets weiterentwickeln und überprüfen.


„Wir holen Ihr Kind dort ab, wo es steht“ – dieser Satz ist die Richtschnur unseres Umgangs mit Ihrem Kind. Die Bedürfnisse und Individualität eines jeden Kindes zu achten und es ganzheitlich zu begleiten, ist uns ein besonders wichtiges Anliegen in unserer pädagogischen Arbeit. Im Mittelpunkt stehen die Bildungsbedürfnisse, die die Kinder bis zur Einschulung für ihre optimale Entwicklung brauchen.


Unser Bestreben liegt in der vertrauensvollen und wertschätzenden Begegnung, mit allen uns anvertrauten Personen.

 


„Jedes glückliche Kind,
macht die Welt zu einem besseren Ort.“ - Nicola Schmidt

 

 

I. Unser Kindergarten Heilig Kreuz


1. Lage und Einzugsgebiet unserer Einrichtung
Der Kindergarten liegt im Stadtgebiet Traunstein, 15 Gehminuten von der Traunsteiner Stadtmitte entfernt. Wir befinden uns in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche Heilig Kreuz, dem Krankenhaus und der Polizei.
Unser Kindergarten steht allen Familien/Kindern der Stadt Traunstein offen – unabhängig von Staatsbürgerschaft oder ethnischer Herkunft.


2. Trägerschaft, Finanzierung und gesetzliche Grundlagen
Seit dem 01.09.2014 hat die Katholische Kirchenstiftung St. Oswald die Trägerschaft von unserem und von vier weiteren Kindergärten übernommen. In diesem Zusammenhang ist auch der Katholische Kindergartenverbund Traunstein-Chieming-Nußdorf gegründet worden. Zwischen dem Träger und dem Kindergartenteam findet ein regelmäßiger und konstruktiver Austausch statt.
Der Kindergarten wird durch den Träger, den Freistaat Bayern und die Eltern finanziert. Die Fördervoraussetzungen für Kindertageseinrichtungen, also auch für den Katholischen Kindergarten Heilig Kreuz, werden in Artikel 19 des BayKiBiG geregelt.
Einheitlich gilt rechtlich für Kindergärten in Bayern das Gesetz zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege (BayKiBiG). Die Bildungs- und Erziehungsziele sind in der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (AVBayKiBiG) zu finden. Neben dem BayKiBiG und der AVBayKiBiG greift unter anderem das Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) Kinder- und Jugendhilfe. Wir als Kindergarten sind dazu verpflichtet, die Rechte der Kinder durch geeignete Verfahren der Beteiligung (Partizipation), sowie die Möglichkeit von Beschwerden in persönlichen Angelegenheiten zu sichern (§45 SGB VIII). Als Arbeitsgrundlage dient dem Kindergarten der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan.


3. Räumlichkeiten
Unser Kindergarten besticht durch große Räumlichkeiten, die viel Platz für abwechslungsreiche Aktivitäten bieten.
Jeder Gruppe steht ein großzügiger Gruppenraum mit einem angrenzenden Intensivzimmer zur Verfügung. Mehrere Ausweichräume ermöglichen uns zudem, eine gezielte Förderung der Kinder in Kleingruppen durchzuführen.


4. Das pädagogische Personal
In unserem Kindergarten gibt es vier Gruppen, die jeweils von einer Erzieherin/Erzieher und einer Kinderpflegerin/Kinderpfleger betreut werden. Da wir uns als Ausbildungsstätte sehen, bilden wir zusätzlich eine Erzieherin/Erzieher im Anerkennungsjahr und eine SPS-Praktikantin/Praktikanten aus, die in der Leitungs- und stellvertretenden Leitungsgruppe eingesetzt werden. Schüler/Schülerinnen von verschiedenen Schulen haben die Möglichkeit, bei uns ein Praktikum zu absolvieren.

 


II. Organisatorisches/Regelungen – alle Vereinbarungen und Maßnahmen, die einen reibungslosen Alltag ermöglichen


1. Unsere Zielgruppe/Aufnahmebedingungen
Alter: Kinder ab 3 Jahren dürfen unseren Kindergarten besuchen. (Bei Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren ist ein pädagogisches Gespräch erforderlich).

 

Formulare (ausgefüllt):

  • Bildungs- und Betreuungsvertrag
  • Buchungsvereinbarung
  • Formular über Familiendaten
  • Erhebungsbogen
  • SEPA-Lastschriftmandat

 

Konzeption:

  • Anerkennung unserer Konzeption


2. Öffnungszeiten
Der Kindergarten ist von 7.00 – 14.00 Uhr geöffnet. Zur Umsetzung der Bildungs- und Erziehungsaufgaben ist eine Mindestbuchungszeit von 20 Stunden pro Woche, gemäß Art. 21 BayKiBiG notwendig.
Die Kernzeiten unserer Einrichtung:
Gruppe I 8.30 Uhr – 12.30 Uhr
Gruppe II 8.30 Uhr – 12.30 Uhr
Gruppe III 8.15 Uhr – 12.15 Uhr
Gruppe IV 9.00 Uhr – 13.00 Uhr
Das Einhalten dieser Zeiten ist wichtig, da die Spielgruppen bestimmte Phasen brauchen, um zusammenzufinden. Außerdem sollte für jedes Kind genügend Zeit zum Freispiel zur Verfügung stehen.
Der Kindergarten ist in den Sommerferien mindestens drei Wochen geschlossen. Während der restlichen Schulferien sind die Gruppen je nach Bedarf geöffnet. Die Kindergartenferien werden ebenso wie andere Tage, an denen der Kindergarten geschlossen ist, zu Beginn des Kindergartenjahres bekannt gegeben. Der Träger ist berechtigt, den Kindergarten aus zwingenden betrieblichen oder dienstlichen Gründen (z.B. Fortbildungen) zu schließen.


3. Tagesablauf

  • Bringzeit 07:00-09:00 Uhr – gruppenspezifisch geregelt
  • Morgenkreis mit rituellem Ablauf, wir begrüßen uns, zählen, wie viele Kinder da sind und planen gemeinsam unseren Tag
  • Gleitende Brotzeit: ermöglicht den Kindern ihr eigenes Körpergefühl zu entwickeln
  • Freispielzeit (freie Auswahl von Spielpartner, Ort, Material und Dauer)
  • Zeit für Angebote und Förderungen in Klein- und Kleinstgruppen
  • 11:00 Uhr – Gemeinsames Mittagessen für die dazu angemeldeten Kinder
  • Gemeinsames Aufräumen
  • Spielen im Garten
  • Abholzeit ab 12:15 Uhr – gruppenspezifisch geregelt


4. Elternbeiträge
Die Kindergartengebühr errechnet sich gestaffelt nach der Höhe des Familieneinkommens und der gewünschten Buchungszeit.
Um die Höhe ihres Kindergartenbeitrages festzustellen, sprechen sie im Verbundbüro des Kita-Verbundes vor. Die Festsetzung des Beitrages ist jedes Jahr erforderlich, bei Unterlassung wird automatisch der Höchstbetrag berechnet. Der Kindergartenbeitrag ist in allen Traunsteiner Kindergärten gleich festgesetzt.
Elternbeiträge müssen für das ganze Kindergartenjahr in zwölf monatlichen Raten, von September bis August entrichtet werden, da auch bei Krankheit des Kindes und während der Ferien die Sach- und Personalkosten weiterlaufen. Dies gilt auch während Schließungszeiten auf Anordnung des Gesundheitsamtes.
Die genaue Staffelung ersehen sie aus dem Infoblatt. Zusätzlich fällt ein Betrag von 5,00 € für das Spielgeld an.
Es besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Ermäßigung der Gebühren zu stellen, wenn Geschwister die gleiche oder andere Kindertagesstätten besuchen.
Jedes Vorschulkind ist monatlich bis 100 € beitragsfrei (begrenzt auf 12 Monate).
In besonderen Fällen übernimmt das Amt für Kinder, Jugend und Familie im Landratsamt oder das Jobcenter ganz oder teilweise die Kosten für den Kindergartenbesuch.
Ihr Kind hat die Möglichkeit, im Kindergarten ein warmes Mittagessen einzunehmen. Die Kosten pro Mahlzeit betragen 2,50 €.
Wir weisen darauf hin, dass eine Angleichung der monatlichen Beiträge an die allgemeine Kostenentwicklung erfolgen kann.


5. Fehlzeitenregelung
Im Falle der Abwesenheit
Grundsätzlich gilt die Regelung, ihr Kind telefonisch abzumelden, wenn dieses die Einrichtung nicht besuchen kann (Urlaub, Ausflüge …).
Im Krankheitsfalle
Zum Schutz ihres eigenen und der anderen Kinder ist es besonders wichtig, nur bei positivem Gesundheitszustand den Kindergarten zu besuchen. Ermöglichen Sie Ihrem Kind eine ausreichende Genesungszeit, um den Kindergartenalltag bewältigen zu können.
Der Kindergarten ist verpflichtet, ansteckende und meldepflichtige Infektionskrankheiten an das Gesundheitsamt weiterzuleiten und die betroffenen Kindergartenkinder vom Besuch auszuschließen. Der Kindergarten behält sich das Recht vor, kranke Kinder nach Hause zu schicken.
Ärztliche Medikamente werden nur in besonderen Fällen und nur nach schriftlicher Vereinbarung verabreicht.


6. Abmeldung und Kündigung
Die Abmeldung muss schriftlich, mindestens vier Wochen vor dem Kindergartenaustritt erfolgen. Der Kindergartenbesuch endet regulär mit Ablauf des Kindergartenjahres (31. August) bei Eintritt in die Schule. Ein Kind kann vom Kindergartenbesuch ausgeschlossen werden, wenn es über zwei Wochen unentschuldigt fehlt, wenn es nicht pünktlich gebracht und abgeholt wird und wenn die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten oder die entsprechende Förderung des Kindes in der Gruppe nicht möglich erscheint. Der Kindergarten hat dabei eine Kündigungsfrist von vier Wochen einzuhalten.


7. Aufsicht und Haftung
Die Aufsichtspflicht für das pädagogische Personal beginnt nach der persönlichen Begrüßung (per Handschlag) und endet, wenn das Kind von berechtigten Personen aus dem Kindergarten abgeholt worden ist. Halten sich diese noch weiterhin auf dem Kindergartengelände auf, so obliegt die Aufsichtspflicht nicht mehr dem pädagogischen Personal. Für den Weg zum und von dem Kindergarten sind die Eltern verantwortlich. Es muss eindeutig geklärt sein, wer zum Abholen des Kindes berechtigt ist. Die Kinder können nur dann alleine nach Hause gehen, oder von Geschwistern abgeholt werden, wenn eine entsprechende schriftliche Erklärung der Erziehungsberechtigten im Kindergarten vorliegt.
Für den Verlust, die Verschmutzung oder Verwechslung der Garderobe und Ausstattung der Kinder wird von der Einrichtung keine Haftung übernommen. Wir bitten darum, dass die Kinder im Kindergarten keinen Schmuck tragen und keine Spielsachen, Kuscheltiere etc. von zu Hause mitbringen, da wir für eventuellen Verlust oder Beschädigung ebenso keine Haftung übernehmen können.


8. Versicherungsschutz
Die Kinder sind gegen Unfälle auf dem direkten Weg zum und vom Kindergarten, sowie während Veranstaltungen des Kindergartens (Spaziergang, Zahnarztbesuch etc.) außerhalb seines Grundstückes versichert. Alle Unfälle, die auf dem Weg vom und zum Kindergarten eintreten und eine ärztliche Behandlung zur Folge haben, sind unverzüglich zu melden, damit die Schadensregelung eingeleitet werden kann.
Veranstaltungen, die vom Elternbeirat organisiert werden, wie z.B. Skikurse oder Schwimmkurse sind keine Veranstaltungen des Kindergartens. Es besteht kein Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung des Kindergartens. Das Kindergartenpersonal nimmt an diesen Aktionen nicht teil und trägt somit keine Aufsichtspflicht.


9. Datenschutz
Personenbezogene Daten und Dokumentationen sind Informationen, die dem besonderen Vertrauensschutz unterliegen. Daher ist die Einrichtung verpflichtet, höchstvertraulich mit diesen Unterlagen zu verfahren. An außenstehende Dritte (Fachdienste, Schule, Träger und andere Personen) dürfen anvertraute Daten grundsätzlich nur mit Einwilligung der Eltern ausgetauscht werden. Dies gilt auch für das Erstellen und Veröffentlichen von Film- und Bildmaterial.

 


III. Pädagogische Arbeit – Wie arbeiten wir?


1. Welches Bild vom Kind haben wir?
Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und übernehmen dabei entwicklungsangemessen Verantwortung, denn der Mensch ist auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt. Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern. Es bietet ein Spektrum einzigartiger Besonderheiten durch sein Temperament, seine Anlagen, Stärken, seine Eigenaktivitäten und sein Entwicklungstempo. Die Einzigartigkeit und die Ressourcen jedes einzelnen Kindes und auch das Miteinander innerhalb der Kleingruppe sind uns dabei sehr wichtig. Miteinander geteilte Lebensfreude, der konstruktive Umgang mit Konflikten, das gegenseitige Helfen und das Erleben von Gefühlen erachten wir als wesentliche Grunderfahrungen.


2. Ethische und religiöse Bildung und Erziehung
Religiöse Erziehung richtet sich nach den kirchlichen Festen der Jahresfolge, wobei auch Bezug zu überliefertem Brauchtum genommen wird. Als katholische Einrichtung
spielt für uns die religiöse Erziehung eine wichtige Rolle und ist in den gesamten Tagesablauf mit eingebunden.
Durch Gespräche sollen die Kinder die Wichtigkeit begreifen, einen Glauben zu haben, der zum Leben Kraft, Hoffnung und Freude gibt. Einfache und kindgerechte Formen von Gebeten, Gottesdiensten (zu denen auch die Eltern herzlich eingeladen sind) und religiösen Liedern, sollen es den Kindern ermöglichen, den Glauben zu vertiefen und Gottes Wort näher kennen zu lernen.


3. Sozial-emotionale Bildung und Erziehung
Emotionale und soziale Erziehung ist die Grundlage für die Beziehungsfähigkeit und das Miteinander von Mensch zu Mensch.
Ziel dabei ist, das Kind eine möglichst ganzheitliche Entwicklung erfahren zu lassen, durch die es lernt, Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe zu verwirklichen, selbst Beziehungen aufzunehmen, sowie Sozialverhalten auch in Begegnungen mit anderen Gruppen und der Gesamtgesellschaft zu entwickeln. Sowohl zum Wohle der Gemeinschaft, als auch jedes Einzelnen. Dabei stehen sich bestimmte Lerninhalte gegenüber.
Einerseits:

  • Eigene Bedürfnisse und Interessen, sowie Gefühle und Ansichten zu äußern
  • Sich Angriffen anderer zu erwehren
  • Andererseits:
  • Bedürfnisse anderer zu bejahen
  • Eigene Bedürfnisse zurückzustellen
  • Alternativen zu finden und anzubieten
  • Bei Konflikten nach angemessenen Lösungen zu suchen
  • Freundschaften zu schließen
  • Verantwortung für andere zu übernehmen und für Schwächere und Behinderte einzutreten
  • Fremde Lebensformen und Verhaltensweisen, Weltanschauungen und Einstellungen zu respektieren

Uns ist bewusst, dass all diese Dinge enorme Forderungen für jedes einzelne Kind bedeuten. Deshalb gewähren wir jedem Kind größtmögliche Beobachtung und Hilfestellung.
Bei allem Bemühen um das einzelne Kind ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Erziehungsprozess in einer Gruppe stattfindet.


4. Sprachliche Bildung und Erziehung
Einen großen Teil in der Förderung kognitiver Fähigkeiten nimmt im Kindergartenalltag die Spracherziehung ein. Wir wollen den Kindern einen positiven Raum schaffen, ihre
Sprache auszuprobieren und zu entwickeln. Das Kind soll dabei befähigt werden, sich angemessen in deutscher Sprache, hochdeutsch und Mundart auszudrücken um eigene Bedürfnisse und Empfindungen äußern zu können. Weiter sollen die Kinder den Wortschatz erweitern, um Erlebnisse und Gedanken austauschen zu können und einfache Zusammenhänge entsprechend ihrem Entwicklungsstand zu schildern (denn nur wer sich mitteilen kann, dem wird zugehört). Sprachförderung geschieht grundsätzlich während der gesamten Kindergartenzeit. Besonders unterstützt wird das Erlangen sprachlicher Kompetenzen, durch ein spezielles Sprachprogramm, an dem alle Vorschuldkinder teilnehmen (Würzburger Trainingsprogramm “hören-lauschen-lernen“). Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit Förderbedarf erhalten zusätzlich Sprachförderstunden in speziellen Vorkursgruppen (Vorkurs deutsch 240), die von Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen abgeleistet werden.
Beispiele aus unserem Alltag:

  • Im täglichen Morgenkreis nehmen wir uns Zeit zum Erzählen
  • Bilderbücher, Lieder, Fingerspiele, Reime und Märchen
  • Konflikte sprachlich lösen
  • Bedürfnisse und Interessen ausdrücken
  • Gesprächsregeln einüben
  • Kinderkonferenzen
  • Sprache gestalten im Rollenspiel


5. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
Kreativität ist die Fähigkeit des Menschen zu schöpferischem Denken und Tun. Das Zeichnen, Malen und Basteln gehört zu den elementaren Beschäftigungen im Kindergarten. Es entspricht dem Grundbedürfnis des Kindes, seine Vorstellungen und Erfahrungen künstlerisch darzustellen und mitzuteilen. Ziel der Kreativitätserziehung ist es, die Fantasie des Kindes anzuregen, die Ausdrucksmöglichkeiten und Gestaltungsfähigkeiten zu fördern, um so seine schöpferischen Fähigkeiten entfalten zu können. Im Vordergrund des kreativen Handelns sollen der Spaß und die Freude des Kindes am Gestalten stehen. Unterstützt wird dies durch verschiedene Materialien und Arbeitsgeräte, wie z.B. Scheren, Stifte, Kleber, Papier, Ton und Filz. Durch das spielerische Gestalten kann das Kind die Vielfalt kreativer Materialien, Werkzeuge und Techniken kennenlernen und sie neugierig ausprobieren.


6. Mathematische Bildung
Bereits in den ersten Lebensjahren macht das Kind Erfahrungen im Bereich der Mathematik, geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Verschiedenste Spiele trainieren das mathematische Verständnis und das logische Denken z.B. Würfel-Zahlen- und Formenspiele. Das logische Denken ist eine kognitive Fähigkeit, die es uns erlaubt, Zusammenhänge zu verstehen und Muster zu erkennen. Die Welt, in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Das spezielle Vorschulprogramm
„Komm mit ins Zahlenland“ nach G. Friedrich sensibilisiert die Kinder mit allen Sinnen für den Zahlenraum von 1-10.
Erlebt wird dies durch:

  • Bau- und Legematerialien
  • Beim Backen und Kochen durch Messen und Abwiegen
  • Im Morgenkreis durch Zählen der Kinder, Erkennen des Datums
  • Abzählreime
  • Lebenspraktische Tätigkeiten wie z.B. Tisch decken, anziehen …
  • Materialien sortieren und ordnen


7. Musikalische Bildung und Erziehung
Musik wirkt sich als Urerlebnis und Urausdruck des Menschen auf das soziale Verhalten des Kindes aus. Musik schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl, stärkt die Lebensfreude und baut eine positive Grundstimmung auf. Da alle Kinder großes Interesse an Klängen und Geräuschen aus der engsten Umgebung haben, sind die Inhalte der musikalischen Erziehung vielfältig:

  • Liedeinführungen von altem und neuem Liedgut
  • Sprache mit musikalischer Begleitung (Klanggeschichten)
  • Spiel mit Körperinstrumenten (klatschen, stampfen, patschen …)
  • Spiel mit Klanginstrumenten (Orffinstrumente)
  • Tanzen und andere Formen ausdrucksvoller Bewegung
  • Gehörsinnesübungen - Gezieltes Hören von Musik
  • Kinderchor (einmal wöchentlich unter der Leitung von Martha Hadulla)


8. Bewegungserziehung und -förderung
Bewegung ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes unerlässlich, da dies ein Grundbedürfnis des Menschen ist. Das gesunde Kind bewegt sich gerne und viel. Bewegungsmangel ist häufig die Ursache für geringe Ausdauer, Konzentrationsmangel, Unruhe und Aggressivität. Aus diesem Grund muss den Kindern eine vielfältige Möglichkeit an Bewegung angeboten werden. Die praktische Umsetzung erfolgt durch:

  • Förderung motorischer Fähigkeiten (z.B. laufen, springen, hüpfen, kriechen, fangen …) sowohl im Gruppenraum, als auch beim Toben im Garten oder bei Spaziergängen
  • Wöchentliche Turntage beinhalten Übungen mit Geräten, Lauf- und Wettspiele, Rhythmik, Tänze und Gymnastik
  • Beherrschen und Koordinieren von Bewegungsabläufen und Förderung des Gleichgewichtsinns (Balancieren, klettern …)


9. Gesundheitliche Bildung und Erziehung
„Gesundheit ist mehr als das Freisein von Krankheiten“ – dem Kind sollen Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene vermittelt werden. Auch die Motivation zu einer gesunden Lebensführung soll geweckt werden.
In unserer Einrichtung tragen wir dazu bei, Kindern ein gesundes Körperbewusstsein zu vermitteln. Um dieses zu erfüllen, unterstützen wir die Kinder dabei, ihre Signale und Grenzen des Körpers wahrzunehmen und auszudrücken.
Ernährung kann helfen, die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen. In Zusammenarbeit mit den Eltern sollte unbedingt auf eine gesunde Brotzeit geachtet werden. Die gleitende Brotzeit in unserer Einrichtung bedeutet, dass jedes Kind seinen individuellen Zeitpunkt zum Essen wählt, ohne das Spiel unnötig unterbrechen zu müssen. Es entscheidet selbst, ob es alleine oder mit Freunden isst und bestimmt. wie lange es isst. Dadurch entstehen Gespräche in gemütlicher Atmosphäre zwischen den Kindern, aber auch mit dem Erziehungspersonal. Bei Festen und Geburtstagen dürfen die Kinder eine Brotzeit für die Gruppe mitbringen. Es findet dann eine gemeinsame Brotzeit statt.
Förderliche Maßnahmen für das Gesundheitsbewusstsein/Körperbewusstsein sind:

  • Gemeinsames Zubereiten von Brotzeiten (gesundes Frühstück, gemeinsames Kochen und Backen …)
  • Schulfruchtprogramm
  • Cafeteria beim Aktionstag
  • Zahnarztbesuch und tägliches Zähne putzen
  • Erlernen der Kenntnisse über Körperpflege und Hygiene (Hände waschen, beim Husten Hand vorhalten, Taschentuch benutzen …)
  • Abwechslungsreiches Mittagessen im Kindergarten
  • Förderung des natürlichen Körperbewusstseins (Kälte/Wärme oder Hunger …)
  • Erkennen und Äußern der persönlichen Bedürfnisse – was tut mir gut, was mag ich und was ist unangenehm für mich? …)


10. Das Spiel – die Freispielzeit
Das Spiel ist die dem Kind entsprechende Tätigkeit und steht im Mittelpunkt des Erziehungs- und Bildungsgeschehens im Kindergarten. Es bedeutet für Ihr Kind konzentrierte Aufmerksamkeit und darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Die Auseinandersetzung in einer Großgruppe von 26 Kindern ohne wirkliche Rückzugsmöglichkeit über den gesamten Vormittag, ist eine beachtliche Leistung und große Anstrengung für Ihr Kind. Ziel der Spielpädagogik ist es,

  • beste Bedingungen für die Persönlichkeitsentfaltung des Kindes zu geben
  • den Raum für Freiheit, Eigenständigkeit und Glück zu geben,
  • den das Kind zum Aufbau innerer Lebenssicherheit und zur Verarbeitung seiner Umwelterfahrungen benötigt
  • dem Kind die Möglichkeit zu geben, durch Kontakt mit anderen Kindern, mit Natur und vielfältigen Materialien Erfahrungen zu sammeln, mit und an diesen seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu üben und sich nach seinem Lebensrhythmus zu entwickeln
  • seine Probleme zu verarbeiten
  • die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes zu entwickeln und damit seine Lernfreude und Leistungsfähigkeit zu unterstützen
  • die Spielfähigkeit als menschliche Grundfähigkeit zu fördern

In unserer Praxis des Kindergartenalltags hat daher das Freispiel einen wichtigen Platz. Wie der Name schon sagt, bedeutet das freie Spiel der Kinder, die freie Auswahl des Spielpartners, des Spielortes, der Spielsachen und der Spieldauer. Dies ist für das Kind im Kindergarten von größter Bedeutung: das Kind muss sich jeden Tag aufs Neue aus der familiären Umgebung herauslösen, es erlebt Dinge, die verarbeitet oder besprochen werden müssen. Auch die Beziehung der Kinder untereinander und zur Bezugsperson werden hier aufgebaut und vertieft, wobei wir Pädagogen überwiegend die Rolle des Beobachters und Beraters übernehmen.
Das Freispiel ist für die Mitarbeiter die Grundlage, aktuelle Interessen und Bedürfnisse zu erkennen, den derzeitigen Entwicklungsstand zu dokumentieren und bei Bedarf Fördermaßnahmen einzuleiten.


11. Aktionstag
Jeden Freitag sind die Gruppen für 1,5 Stunden für alle Kinder geöffnet. In dieser Zeit dürfen die Kinder in einer Gruppe ihrer Wahl spielen. Sie lernen somit andere Kinder und das gesamte pädagogische Personal kennen. Zusätzliche Angebote in diesem Zeitraum sind:

  • Malerwerkstatt
  • Turnraum
  • Freies Angebot (Bilderbuch, Klanggeschichte …)
  • Cafeteria
  • Hinter diesem Modell stehen folgende Zielsetzungen:
  • Förderung der Selbstständigkeit
  • Stärkung des „Wir“-Gefühls, das heißt, die Kinder sollen sich im gesamten Kindergarten wohlfühlen
  • Rücksichtnahme
  • Geduld erlernen
  • Experimentieren mit verschiedenen Materialien


12. Vorschulerziehung
Zum herkömmlichen Kindergartenalltag bieten wir den Kindern zusätzlich als Vorbereitung auf die Schule ein besonderes Vorschulprogramm an. Das Kind wird dadurch in seiner seelisch-emotionalen Entwicklung zum Menschen auf den Übergang in die Schule vorbereitet. Wichtig ist vor allen Dingen die emotionale Stabilität, das Selbstvertrauen und die Persönlichkeit des Kindes zu festigen. Konzentrations- und wahrnehmungsfördernde Übungen passen gut in dieses Konzept. Lerninhalte zu vermitteln ist Aufgabe der Schule. Die Großgruppe wird bei einigen Beschäftigungen geteilt. Die zusätzliche Förderung in der Kleingruppe bietet die Möglichkeit, besser auf den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Dabei werden folgende Fähigkeiten entwickelt:

  • Kognitive Förderung
  • Förderung der Feinmotorik (schneiden, richtige Stifthaltung …)
  • Ausdauer und Aufmerksamkeit
  • Frustrationstoleranz (schwierigere Aufgaben bewältigen)
  • Sprachfähigkeit (Hören-lauschen-lernen, Vorkurs Deutsch 240)
  • Mathematische Grundkompetenzen (Zahlenland)
  • Kreativität und Fantasie
  • Sozialverhalten

Die Frage der Schulreife sollte mit dem Erziehungspersonal in Form eines Entwicklungsgespräches abgeklärt werden, da sie am besten dazu in der Lage sind, den Entwicklungsstand des Kindes zu beurteilen auf Grund ihrer Beobachtung und des Vergleiches mit anderen Kindern. Das Kind, sowie seine Eltern erfahren, dass Übergänge eine Herausforderung sein können und keine Belastung sein müssen. Es gibt regelmäßige Kooperationstreffen zwischen Kindergartenpädagogen und Lehrern, um eine gute Zusammenarbeit zu gewährleisten.


13. Partizipation
Partizipation in unserem Kindergarten stellt die für die Kinder, erste Erfahrungen, mit der Demokratie dar. In einer Umgebung, in der sich Kinder beteiligen dürfen und ihre Anliegen ernstgenommen werden, können sich junge und selbstbewusste Menschen entwickeln. Heute sind aktive Kinder gefragt, die sich im Team behaupten, ihre Meinung vertreten, oder die Meinung von anderen anerkennen. Das üben bereits Kindergartenkinder in den Kinderkonferenzen, Projekten oder Morgenkreisen. Beteiligung erhöht die Identifikation der Kinder mit ihrer Einrichtung, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und erleichtert daher soziale Integrationsprozesse.


14. Beschwerdemanagement
Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Im Rahmen des Bundeskinderschutzgesetzes können sich unsere Kindergartenkinder bei einer Teamkollegin melden, wenn ihnen etwas
Sorgen bereitet. In der Praxis sieht das so aus, dass während des Aktionstages eine Kindersprechstunde eingerichtet ist. Unser Ziel ist es, dass sich die Kinder in der Einrichtung aufgenommen und wohlfühlen können. Sie erfahren, dass ihre Anliegen ernstgenommen und - wenn nötig - konstruktiv gelöst werden.


15. Umweltbildung und -erziehung
Das Einzugsgebiet unserer Kindergartenkinder ist sehr stark von der städtischen Struktur beeinflusst. Da viele Kinder in beengten Wohnverhältnissen leben, ist es uns wichtig, allen Kindern die Möglichkeit zu geben, Umwelt und Natur bewusst zu erfahren. Unser großzügiger Gartenbereich lädt dazu ein, spontane Erkundungen zu machen und die Tier- und Pflanzenwelt zu erleben. Ziel unserer Umwelterziehung ist das Interesse der Kinder für Natur, Pflanzen- und Tierwelt zu wecken. Es entwickelt ein ökologisches Verantwortungsgefühl und ist bemüht, auch in Zusammenarbeit mit anderen, die Umwelt zu schützen und sie für nachfolgende Generationen zu erhalten. Die Achtung vor der Schöpfung und dem Leben, stehen dabei an vordergründiger Stelle.
Dies setzen wir folgendermaßen um:

  • Müll trennen, Brotzeit in Mehrwegdosen …
  • Die Natur mit allen Sinnen im Wechsel der Jahreszeiten erleben
  • Interesse wecken für Naturphänomene/Naturelemente
  • Lernen Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden
  • Naturexperimente durchführen


16. Inklusion
Inklusion bedeutet Zugehörigkeit. Kein Mensch, egal ob er gehandicapt ist oder nicht, wird ausgegrenzt. In einer inklusiven Kindertagesstätte ist es normal, unterschiedlich zu sein. Jeder ist willkommen und man ist offen und achtsam im Umgang miteinander. Für uns bedeutet Inklusion, dass alle ganz automatisch, unabhängig der Nationalität, der Religion und ethnischer Herkunft, dazugehören. Alle Kinder haben die gleichen Rechte und die gleichen Chancen. Wir sind eine Begegnungsstätte, in der man jedem einzelnen wertschätzend und achtsam entgegentritt.

 


IV. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern


Eine am Wohl des Kindes orientierte und von Vertrauen geprägte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ist die Basis für unsere tägliche pädagogische Arbeit. Daher ist die Kontaktpflege zwischen Elternhaus und Kindergarten besonders wichtig. Familien in schwierigen Lebenssituationen unterstützen wir und/oder leiten sie an entsprechende helfende Institutionen weiter.


Formen positiver Zusammenarbeit:

  • Begleitung von Übergängen (Schnuppertage, Infoabende, Hospitationen …)
  • Informationsaustausch: Konzeption, Aushänge und Wochenrückblicke, Elternbriefe, Elternabende und Elternstammtische
  • Regelmäßige Entwicklungsgespräche, basierend auf Beobachtungen und Dokumentationen
  • Auslegung von elternbildenden Materialien und Informationen, z.B. Bilderbuchausstellung, Erziehungsratgeber
  • Mitverantwortung und Mitbestimmung (Mitwirkung im Elternbeirat und regelmäßige Elternbefragungen …)
  • Mitarbeit – Hilfe von Eltern bei Gruppenaktivitäten und Ausflügen, sowie die Mitgestaltung von Festen, Gartenaktion …
  • Beteiligung am Pfarreileben z.B. Kinder- und Familiengottesdienste, Altennachmittage und Pfarrfeste

 


V. Beobachtung und Dokumentation


Beobachtung von Lern- und Entwicklungsprozessen stellen eine wesentliche Grundlage für unser pädagogisches Handeln dar. Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen und in die Entwicklung von Kindern – sie helfen die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiter zu entwickeln. Das Hauptziel unserer Beobachtungen ist, dass wir unsere Kinder individuell und ressourcenorientiert wahrnehmen, Entwicklungsdefizite erkennen und rechtzeitig handeln.


Einsatz der spezifischen Beobachtungsbögen:


Perik (Positive Entwicklung und Resilienz im Kindergarten), Sismik (Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei Migrantenkindern), Seldak (Sprachentwicklung und Literacy bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern) und Nutzung der jeweiligen Ergebnisse für die Planung der pädagogischen Maßnahmen für das jeweilige Kind.
Sie stellen die Basis für Entwicklungsgespräche mit den Eltern dar. Der fachliche Austausch im Team, die Kooperationen mit den Fachdiensten und den Grundschulen können durch gezielte Beobachtung in guter Absprache stattfinden. Dadurch wird das pädagogische Arbeiten und die Qualität sichtbar und schafft zudem Professionalität.

 


VI. Kindesschutz nach § 8a SGB VIII


Es ist uns ein Anliegen, zum Schutz der Kinder, sowie zur Vorbeugung einer Kindeswohlgefährdung Sorge zu tragen. Wir sind verpflichtet, bei Anzeichen von Kindeswohlgefährdung eine genaue Verfahrensweise anzuwenden. In unserer Einrichtung ist ein Konzept vorhanden, um Kinderschutz zu gewährleisten und umzusetzen. Im Falle eines Gefährdungsrisikos sind wir gezwungen, eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzu zu ziehen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorweisen und dieses in regelmäßigen Abständen neu beantragen. Es finden regelmäßig verpflichtende Fortbildungen zu dieser Thematik statt.

 


VII. Qualitätsmanagement


Um ständig an der Qualität unserer Einrichtung zu arbeiten, diese zu sichern und eine hohe Zufriedenheit bei Kindern, Eltern, pädagogischem Personal und Träger zu bewahren, setzen wir folgende Schwerpunkte:

  • Regelmäßige Fortbildungen, Leiterinnentagungen und Zusammenarbeit mit der Fachberatung
  • Elternbefragungen, regelmäßige Elterngespräche und Mitarbeit der Eltern
  • Wöchentliche Teamsitzungen und Reflexion der täglichen Arbeit
  • Jahresthemen mit Rahmenplanarbeit und Wochenplanungen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Kinder
  • Zusammenarbeit mit Träger und der Stadt Traunstein
  • Beschwerdemanagement in Form von persönlichen Gesprächen oder dem „Kummerkasten“
  • Austausch mit anderen Institutionen wie Schulen, Frühförderstellen etc.

 


VIII. Öffentlichkeitsarbeit


Wir sind eine offene Einrichtung, die innerhalb und außerhalb des Hauses gerne informiert und die Arbeit, sowie pädagogische Ziele transparent und sichtbar macht.
 

Hausinterne Informationen:

  • Wochenrückblicke und Aushänge
  • Pfarrei-Infotafel
  • Regelmäßige erscheinende Elterninformationen
  • Fotoshow
  • Konzeption
  • Anmeldegespräche
     

Öffnung nach außen:

  • Pressemitteilungen in der Tageszeitung
  • Pfarrbrief
  • Homepage
  • Beteiligung und Mitwirkung am Pfarreileben Hl. Kreuz
  • Regelmäßige Aktivitäten im Altenheim St. Irmengard
  • Vorstellung unserer Räumlichkeiten und unserer Arbeit während der Anmeldewoche
  • Möglichkeiten zur Hospitation in den Gruppen
  • Konzeption
  • Kindergartenfeste zur Zusammenführung der Generationen

 

 


Schlusswort


Liebe Eltern,


mit dieser Konzeption ermöglichen wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit. Nur gemeinsam mit Ihnen als Eltern ist es möglich, optimale Erziehungsarbeit zu leisten, um ihr Kind für die bevorstehende Einschulung und das spätere Leben zu rüsten. Wir möchten allen uns anvertrauten Kindern in unserem Kindergarten einen Ort bieten, an dem sie sich wohl und geborgen fühlen. Für weitere Fragen steht Ihnen unser Team selbstverständlich gerne zur Verfügung.


Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Einrichtung entschieden haben und bitten Sie, die Kenntnisnahme der Konzeption im Bildungs- und Betreuungsvertrag zu bestätigen.

 

 

 


Impressum
Kindergartenteam Hl. Kreuz
Schloßstraße 17
83278 Traunstein
Tel. 0861/5211
Home: hl-kreuz.traunstein@kita.ebmuc.de
Copyright ©:
Kindergartenteam Heilig Kreuz, 2017

 

Konzeption 2017
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